fahr bitte vorsichtig

Fahr bitte vorsichtig

Fahr bitte vorsichtig, sind die wohl häufigsten begleitenden Worte eines jeden Fahrers. Doch auch wenn wir uns mitTeilen, bleiben wir mit den Sorgen alleine. Häufig begründen sich diese magischen Worte auf Hoffnung und somit auf Angst.

Die Angst einen geliebten Menschen zu verabschieden ohne die Garantie auf ein Wiedersehen. Tatsächlich sprechen auch die Unfallstatistiken eine besorgniserregende Sprache. Mehrere Jahre in Folge, nahmen sowohl die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden, als auch die Anzahl der tödlich Verunglückten im Straßenverkehr zu.

Wer jedoch seine Sorge nicht nur ausdrücken will, sondern bereit ist auch aktiv dagegen zu steuern, hat einige wirksame Mittel und Wege.

Spreche konkret und nicht pauschal

Ein großes Problem liegt in der Pauschalisierung:
„Du fährst IMMER so schnell“, „Du weißt NIE wann es genug ist“

Oder wir versäumen unsere Aussagen mit Informationen zu füllen:
„MAN kann nicht vorsichtig genug sein“, „Wie wir alle wissen, passiert doch häufig was schlimmes“

Wenn du wirklich etwas verändern willst, dann beginne mit deiner Art der Kommunikation. Werde konkret, werde spezifisch, werde verbindlich und du wirst besser gehört. Eine konkrete Kommunikation liefert dir zwei bestechende Vorteile.

1. Du erhältst mehr Klarheit über den Ursprung deiner Sorgen
2. Dein Schatz wird plötzlich verstehen, was genau du überhaupt sagen willst.

Nehmen wir die bereits oben genannten Beispiele:
Anstatt zu sagen: „Du fährst IMMER so schnell“, kannst du konkret werden: „Sobald du deine Freunde mitnimmst, scheint es mir, dass du dich nicht mehr unter Kontrolle hast“

Anstatt zu sagen: „Du weißt NIE wann es genug ist“, kannst du sagen: „Mich belastet es sehr, dass du dich an viele Zeitabsprachen mit mir nicht hältst und ich, bis du irgendwann kommst, wie auf glühenden Kohlen sitze“

Anstatt zu sagen: „MAN kann nicht vorsichtig genug sein“, kannst du sagen: „Denke bitte auch immer für die anderen mit“

Anstatt zu sagen: „Wie wir alle wissen, passiert doch häufig was schlimmes“, kannst du sagen: „Ich habe gestern von einem schlimmen Vorfall gelesen und möchte selbst niemals, von einem solchen Schicksalsschlag betroffen sein“

Fahr bitte vorsichtig!

Ändert sich aber tatsächlich nur durch den Einsatz einer konkreten, spezifischen und verbindlichen Kommunikation etwas? Lass uns auch bei dieser Frage konkreter werden. Ja, es wird sich die Art und Weise deiner Kommunikation verbessern. Dein Schatz wird dich besser verstehen und bekommt einen klareren Einblick in deine Welt. Nein, dein Schatz wird sich dadurch, zumindest aufgrund meiner Erfahrung, wahrscheinlich nicht verändern. Natürlich haben Worte eine sehr große Macht, aber ohne eine Umsetzung des Gesagten, bleiben es eben nur Worte.

Veränderung beginnt immer erst bei uns selbst. Solltest du also etwas an dem Fahrstil und der Haltung deines Schatzes ändern wollen, beginne erst bei dir. Jemanden seinen Willen aufzwingen zu wollen, ist meist aussichtslos. Beim begleiteten Fahren mit 17, kommen auch viele Eltern schnell an ihre Grenzen. Die Sprösslinge nehmen zwar viele Aussagen und Hinweise der Eltern wahr aber nicht immer ernst. Sie hatten doch auch sehr viele Jahre Zeit, den Fahrstil und die Ansichten der Eltern, vom Rücksitz aus zu studieren.

Jetzt wollen sie plötzlich etwas über das Regelkonforme Verhalten im Straßenverkehr lehren. Hier kommen die besten Argumente schnell an ihre Grenzen. Darf ich wirklich schneller Fahren als erlaubt, weil ich schließlich mein Auto beherrsche? Ist es in Ordnung einen geringeren Abstand zum Vordermann einzuhalten, weil man schließlich schon über viele Jahre hinweg den Führerschein besitzt? Ganz klar NEIN!

Wollen wir wirklich eine gewünschte Veränderung herbeiführen, müssen wir selbst zur Veränderung werden. Das Resultat: Ändern wir uns, ändert sich auch unser Umfeld.

Sage nicht nur welches Verhalten du erwartest, sondern verhalte dich entsprechend. Zeige deinem Schatz nicht seine Unzulänglichkeiten und „Fehler“ auf, sondern zeige selbst wie du dir, die gelebte Umsetzung vorstellst und anwendest. Spreche nicht nur über deine Sorgen. Handle nach deiner Überzeugung und bring selbst eine neue Farbe in deine Haltung als Fahrer. Verstehe dass wir weit besser abfärben, als direkt beeinflussen können.

Kling gut! Klingt logisch! Aber du willst eine schnelle Veränderung? Kein Problem! Beginne einfach schon heute damit, in deiner Haltung und zugleich Ausstrahlung als Fahrer zu wachsen. Starte noch heute die Veränderung, die du morgen erwartest und fahre mit Herz und Verstand.

Viel Spaß beim erfahren

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