die laufenden kosten

Die laufenden Kosten

Es sind die laufenden Kosten, die das Autofahren schnell zur Kostenfalle werden lassen. Häufig wird sich zu stark auf den Anschaffungspreis konzentriert, dass alle anderen wichtigen Fakten schlichtweg in den Hintergrund geraten. Die Anschaffung an sich ist oft eine einmalige Aufwendung (Finanzierungen abgesehen). Was das Autofahren tatsächlich teuer macht, sind die laufenden Kosten. Dem Käufer nützt ein Super-Deal beim Kauf recht wenig, wenn er die laufenden Kosten kaum bewältigen kann.

Die laufenden Kosten im Überblick

Typklasse im Auge behalten!

Wenn es „jeder“ fährt, kann es teuer werden. Gerade trendige Modelle und Marken werden oft von Fahranfängern genutzt. Dies spiegelt sich dann wiederum in den Versicherungsbeiträgen. Warum? Es geschehen eben gerade in den Anfangsphasen schnell kleinere und größere Schäden. Die Versicherer wissen um die Attraktivität mancher Fahrzeuge bei jungen Fahrern und stufen diese Modelle in der Typklasse entsprechend hoch ein. Es lohnt sich daher, noch vor dem Kauf, die anfallenden Versicherungsbeiträge beim Versicherer berechnen zu lassen. Ein paar persönliche Angaben und die Schlüsselnummern des Fahrzeuges (Kfz-Schein oder Kfz-Brief) zu 2. und zu 3. helfen bei der Ermittlung. Viel Spaß beim langfristigen Sparen.

Performance mit Verstand!

Leistung will kontrolliert und verhalten werden. Die laufenden Kosten bei starken Motorisierungen schlagen sich meist neben höheren Versicherungsbeiträgen auch in den Kraftstoffkosten, der Kfz-Steuer und den Wartungs- und Verschleißteilen nieder. Das Leistungsniveau bis 100 PS deckt die alltägliche Anforderung mehr als ab. Klar kann ein starker Motor dabei helfen, diverse Überholmanöver schneller abzuschließen! Es erkennen aber auch weitaus mehr Fahrer einen „potenziellen“ Anlass um zu überholen.

Die Höhe der Kfz-Steuer!

Diese hängt neben dem Hubraum (cm3) auch vom CO2 Ausstoß des Fahrzeugs ab. Prüfe bitte auch genau, ob du einen Diesel oder Benziner brauchst. Der Unterschied liegt alleine schon bei der Besteuerungsgrundlage: Benziner je 100 Kubikzentimeter = 2 € und beim Diesel je 100 Kubikzentimeter = 9,50 €. Parallel zur Hubraumbesteuerung werden evtl. auch Strafsteuern fällig. Die laufenden Kosten können somit über die Jahre hinweg stark ansteigen. Liegt für dein Fahrzeug zum Beispiel der Grenzwert von 110 g/km (CO2) vor, wir jedes Gramm darüber mit 2€ Strafsteuer eingefordert. Sollte dein Fahrzeug nun einen CO2-Ausstoß von 139 g/km besitzen, wäre deine zusätzliche Strafsteuer mit 58€ nicht unerheblich.

Wartungs- und Inspektionsintervalle!

Wartungen und Inspektionen verursachen fortlaufend Kosten. Hierbei solltest du trotzdem nicht sparen, da eine frühzeitige Mangelerkennung vor größeren Schäden und Kosten schützen kann. Es gibt aber große Unterschiede bei den Wartungsintervallen und Ersatzteilkosten. Hier lohnt es sich, den zu erwartenden Wartungs- und Inspektionsaufwand zu erfragen. Auch Vorsicht bei Exoten. Neben hohen Beschaffungskosten der Ersatzteile können auch lange Lieferzeiten ins Gewicht fallen. In dieser Zeit steht dein Auto und du musst mehrere Tage auf eine alternative Mobilitätslösung zurückgreifen – was wieder Geld kostet.

Kraftstoff!

Zu Beginn die Gretchenfrage: Benzin oder Diesel? Diese Entscheidung fällt später, sowohl bei der Kfz-Steuer als auch bei den Tank-Stopps, ins Gewicht. Eine alte Faustregel orientiert sich an einer jährlichen Fahrleistung von rund 15.000 km. Was bedeutet: >15.000km/Jahr = Diesel und <15.000km/Jahr = Benzin. Das aber würde ich so nicht unterschreiben. Tatsächlich kommt es ganz individuell auf deine Einsatzbedingungen und das jeweilige Fahrzeug an. Die vielen kostenlosen Pkw-Vergleichsrechner im Internet können dir hierbei helfen. Neben aller rechnerischen Betrachtung, entscheiden jedoch auch andere Faktoren wie:
– Brauche ich das Drehmoment für einen Anhänger?
– Brauche ich eine grüne Plakette für die Einfahrt in ausgewiesene Umweltzonen?
– Nimmt die jährliche Fahrleistung tendenziell zu oder ab?
– Fahre ich viele Kurzstrecken?
– Usw…

Hauptuntersuchungen!

Im Intervall von zwei Jahren, muss dein Fahrzeug von einer Prüforganisation gecheckt werden. Auch ohne Mängelbefund, kommen auf dich die Kosten für die Abgasuntersuchung und Prüfungsgebühr zu. Im Falle von Auffälligkeiten, musst du neben den Reparaturkosten noch die Gebühren zur Nachuntersuchung tragen.

Zinsen und Restdarlehen!

Wer sein Gefährt nicht Bar bezahlen kann oder will, nimmt eine Finanzierung auf. Hierfür fallen Bearbeitungsgebühren der Bank sowie die vertraglich vereinbarten Zinsen an. Je nach Laufzeit der Finanzierung und Finanzierungsbetrag, sprechen wir hier nicht selten von einem vierstelligen Eurobetrag.

Wie du siehst, haben die laufenden Kosten viele Kanäle. Versteife dich deshalb bitte nicht ausschließlich auf die Anschaffungskosten. Vergesse auch nicht die Ausgaben für Fahrzeugwäschen, Parkgebühren und für eventuelle Verstöße (Parksünden, Blitzer, …). Die laufenden Kosten sollten ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Fahrzeugsuche und Fahrzeugauswahl sein. So behältst du langfristig den Überblick deiner Ausgaben und deinen Fahrspaß.

Viel Spaß beim erfahren

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