begleitermix

Begleiter-Mix

Der ausgewogene Begleiter-Mix bietet sowohl dem jungen Fahrer, wie auch den Begleitern untereinander, viele Vorteile. Schon heute liegt der Trend bei mindestens zwei eingetragene Begleiter. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um die beiden Elternteile des Fahranfängers. Schade eigentlich! Den Fahrstil der Eltern, kennen die jungen Fahrer doch ohnehin schon auswendig. Als passive Mitfahrer konnten sie diesen, über sehr viele Jahre studieren und dadurch ein Stück weit unbewusst aneignen. Da wird schon sehr viel mehr Initiative und Kreativität für die zukünftige Berufs- oder Studienwahl eingebracht. Hier werden die jungen Menschen fast schon in die Welt hinausgejagt, um möglichst viele Erfahrungen zu sammeln und die Scheuklappen abzulegen.

Tendenziell bevorzugen die Fahranfänger neben den eigenen Eltern, noch weitere Begleiter. Durch den Begleiter-Mix ergeben sich weit mehr potenzielle und abwechslungsreiche Fahranlässe. Zudem können sich die Eltern, durch weitere Begleiter, auch gezielt entlasten. Es gibt eben Tage, an denen der Begleiter nicht kann oder will.

Begleiter-Mix bleibt Vertrauenssache

Ein ausgewogener Begleiter-Mix, fördert und fordert die jungen Fahrer. Jeder Begleiter hat eigene Streckenvorlieben und sorgt somit dafür, dass der junge Fahrer durch neue Impulse und Ideen weiterhin motiviert bleibt. Ein schöner Nebeneffekt lässt sich auch durch einen Begleiter von der Arbeits- bzw. Ausbildungsstätte erwirken. Dadurch lassen sich bereits die täglichen Routinefahrten abdecken und Alternativrouten finden.

Der Begleiter-Mix bleibt Vertrauenssache. Vertrauen welches die jungen Fahrer und deren Eltern gleichermaßen aufbringen sollten. Die potenziellen Begleiter werden keine wildfremden Menschen sein. Meist handelt es sich um Freunde, gute Bekannte oder Verwandte. Das Verhältnis sollte sowohl zu den Eltern wie auch zum jungen Fahrer stimmen. Nur so kann eine unbefangen offene Zusammenarbeit funktionieren.

Vorbehalte jedweder Art müssen daher dringend, noch vor der Eintragung als weiterer Begleiter, in der Runde geklärt werden. Muss das sein? Kann sich das Ganze nicht einfach entwickeln und wir versuchen ob‘s funktioniert?
Nun, versuchen kann man einen Keks! Das begleitete Fahren mit 17, ist auf die Entwicklung und Gefahrenreduktion der jungen Fahrer ausgerichtet. Ihnen soll die gesamte Aufmerksamkeit gewidmet werden und nicht dem potenziellen Begleiter, gemäß dem Motto: „Jetzt schauen wir mal, ob du tatsächlich in der Lage bist…“

Der ausgewogene Begleiter-Mix besticht nicht durch schlichtes Volumen, sondern durch vernetzte Kompetenz. Vorbehalte schaffen Misstrauen und genau deshalb sollten diese klar angesprochen werden.

Klartext schafft Klarheit und Klarheit schafft Vertrauen

Die richtigen Fragen zu stellen, ist manchmal echt nicht einfach. Oft plagen einen dabei selbst Fragen wie:
Darf ich das fragen? |  Muss ich das wissen?  |  Wie kann ich das nett umschreiben?

Klartext schafft Klarheit und Klarheit schafft Vertrauen. Um den passenden Begleiter-Mix zu gestalten, kommst du um manche Fragen kaum herum. Ich habe dir ein paar zielführende Fragen zusammengestellt. Welche du letztlich stellst, bleibt dir/euch überlassen. Drei wichtige IMPULSE will ich dir aber nahelegen:
1. Es geht um ein Gespräch – nicht um ein Verhör!
2. Die Qualität der Antwort, spiegelt oft die Qualität der Frage wider!
3. Gewissheit ist ein souveräner Wegbegleiter

Fragen zur allgemeinen Orientierung:

  • Seit wann hast du deinen Führerschein?
  • Hattest du bereits einen selbstverschuldeten Unfall?
  • Wenn Ja: Wann war dieser und was war die Ursache?
  • Wie lange liegt dein letzter Erste-Hilfe-Kurs zurück?
  • Hast du bereits eine Informationsveranstaltung für Begleiter besucht?
  • Warum willst du unser Kind begleiten?

Fragen für den Begleiter-Mix:

  • Was willst du unserem Kind vermitteln?
  • Wie willst du es unserem Kind vermitteln?
  • Welchen Bezug hast du zum Autofahren?
  • Was würdest du als deine Schwäche beim Autofahren bezeichnen?
  • Worin siehst du deine größte Stärke beim Autofahren?
  • Was liegt dir am besten: Autobahn /Landstraße /Stadtverkehr
  • Zu welchen Zeiten kannst du begleiten und wann nicht?

Trefft die Entscheidung, für oder gegen einen Begleiter, am besten immer miteinander. Besprecht eure Eindrücke und Einwände. Findet einen gemeinsamen Weg und keine faulen Kompromisse. Um das sicherzustellen, ist es wichtig eine gemeinsame Sprache zu definieren. Füllt eure Sprach mit Leben und offenbart untereinander, was für euch folgende Worte bedeuten: Sicherheit, Fortschritt, Verantwortung, Zuverlässigkeit und Vertrauen. Macht eure Sprache untereinander sichtbar. Auch hierbei gilt: Sucht bei unterschiedlichen Definitionen nach Gemeinsamkeiten statt Kompromisse.

Unverzichtbar bei der Entscheidungsfindung ist und bleibt jedoch dein Bauchgefühl. Es interessiert sich nicht für Fakten oder Logik. Vertraue darauf und achte auf die kleinen oder großen Signale deines Körpers. Deine unbewusste Ablehnung würde sich über kurz oder lang, in bewusste Entscheidungen äußern.

Ein passender Begleiter, muss nicht „perfekt“ sein, sondern aufrichtig motiviert und an seiner Aufgabe interessiert.

Viel Spaß beim erfahren

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