begleite nicht

Begleite nicht!

Begleite nicht um jeden Preis, denn manchmal spricht zu Recht vieles dagegen. Unterschätze bitte niemals deine Wirkung als Begleiter. Du vermittelst dem jungen Fahrer sehr viel Ruhe und Sicherheit, alleine durch deine Anwesenheit. Dank deiner langjährigen Erfahrung, genießt du einen großen Vertrauensvorschub. Manchmal können wir aber diesem Vertrauen nicht gerecht werden. Es gibt Momente, in denen wir schon mit uns alleine, alle Hände voll zu tun haben.

Begleite nicht heute
Wenn:

Du gesundheitlich nicht in der Lage bist
Es nützt weder dir noch dem jungen Fahrer, wenn du aufgrund körperlicher Schmerzen oder Einschränkungen, nur halbherzig die Fahrt antreten kannst. Anspannung und Unwohlsein,  werden sich sehr wahrscheinlich übertragen. Verantwortung tragen bedeutet auch die eigenen Grenzen erkennen.

Du nicht in der geistigen Verfassung bist
Stress, Wut, Trauer, Sorge, Depression sind ein paar wenige Beispiele hierfür. Diese Gemütszustände wären wenig förderlich, für die geforderte Konzentration und anstehenden Konversationen, bei der Fahrt. Viel gefährlicher dabei ist die Tatsache, dass deine Aufmerksamkeit und Konzentration statt auf die Straße und dem jungen Fahrer, auf dich selbst bzw. nach „innen“ gerichtet ist.

Du unter beeinträchtigenden Medikamenten oder Alkoholeinfluss stehst
Das kann sehr schnell, sehr gefährlich werden. Vor allem bei der Einnahme von beeinträchtigenden Medikamenten und Alkohol. Zwar sitzt du nicht direkt am Steuer aber unter Umständen musst du schnell für den jungen Fahrer mitdenken. Zeige als Vorbild, was es bedeutet sich seiner Verantwortung bewusst zu sein. Du willst schließlich eine Unterstützung und keine Belastung sein.

Du nicht willst
Sobald du dich in die Rolle des Begleiters gezwungen fühlst oder diese aus Pflichtgefühl angenommen hast, werden Spannungen entstehen. Wie willst du überzeugend Motivieren, solange du selbst keine Motivation verspürst? Unterliege bitte nicht dem Trugschluss, dass sich deine Motivation vielleicht einfach über die Zeit entwickeln muss. Entwickeln sollen sich schließlich die Fahranfänger. Begleite nicht aus Pflichtgefühl. Begleite aus Überzeugung und versprühe dadurch viel positive Energie.

Begleite nicht heute oder morgen
Wenn:

Du ein leidenschaftlicher Choleriker bist
Fährst du schnell aus der Haut? Begleite nicht, wenn deine Geduldsfaden ohnehin schon sehr dünn ist. Alleine schon die Zugangsfindung mit dem jungen Fahrer, kann sich als Lebensaufgabe herausstellen. Viele Lektionen müssen konstant und geduldig wiederholt werden. Für die Gesundheit und das Nervenkostüm des Cholerikers – pures Gift. Der junge Fahrer braucht einen verständnisvollen und geduldigen Begleiter. Nicht jedoch eine tickende Zeitbombe.

Unsicherheit und Behagen deine ständigen Beifahrer sind
Egal wie sehr du dich auch zwingen würdest, dir nichts anmerken zu lassen, deine Unsicherheit würde sich übertragen. Es wäre wenig förderlich, wenn du statt Sicherheit und Zuversicht nur Stress und übertriebene Vorsicht vermitteln würdest. So ehrenwert deine Selbstaufopferung für die Sache auch wäre, letztlich würde niemand davon profitieren. Scheue dich daher nicht davor, einen Schritt nach hinten zu setzen, um Platz für einen geeigneten Begleiter zu machen.

Du Ängste im Straßenverkehr entwickelt hast
Dieses Thema ist sehr eng mit dem vorherigen Punkt verbunden. Angst ist die nächste Stufe von Verunsicherung. Jetzt kann es sogar gefährlich werden, solltest du plötzlich in eine Paniksituation geraten. Der Verstand verschwindet in den Hintergrund und die Urinstinkte von Flucht oder Angriff übernehmen die Regie. Einmal aus Angst ins Lenkrad gegriffen oder auch nur der unerwartete laute Aufschrei, kann eine unkontrollierte Situation heraufbeschwören. Wenn du dem jungen Fahrer helfen willst, dann mit einem klaren Nein mit dir als Begleiter.

Du einen aggressiven oder nicht regelkonformen Fahrstil verfolgst
Voraussetzung hierfür ist die selbstkritische Hinterfragung des eigenen Fahrstils. Solltest du dich hierbei schwertun, können dir sowohl Freunde und Bekannte ein gutes Feedback geben. Begleite nicht, denn du würdest dich unglaubwürdig machen, indem du deinen eigenen Fahrstil bei den Begleitfahrten verbieten und verurteilen würdest. Hast du ein ungesundes Verhältnis zur Straße, beweise Verantwortung und begleite nicht.

Es gibt viele Gründe, weshalb du die Rolle als Begleiter übernehmen solltest. Doch manchmal gibt es genauso viele, die dagegen sprechen. In beiden Fällen plädiere ich an deine Vernunft und dein Herz. Tue nichts, damit es getan ist. Tue aber dass, was du tust – zu 100 %.

Viel Spaß beim erfahren

Leave A Response

* Denotes Required Field